MB-ackpacker

Tag 3: Shoppen, feilschen, Tourmeeting

Bangkok Center HotelDurch den langen Flug mussten wir erst einmal ordentlich Schlaf nachholen, sodass wir erst kurz vor 10 Uhr Ortszeit erwachten, um gerade noch so das Hotelfrühstück mitzubekommen. Es gab neben Toast und Baguettebroten allerlei warme thailändische Kost. Ebenso Würstchen (die als einziges so rein gar nicht geschmeckt haben), Spiegelei, Kaffee, Tee, Cornflakes etc. – was in Europa eben so auf den Tisch kommt – wie bereits erwähnt gemischt mit thailändischen Suppen, Nudel- und Reisgerichten. Gestärkt und frisch gemacht wagten wir den Fußweg zu einem 2,5 km entfernten Einkaufszentrum – das MBK-Center. Der Weg dorthin war in der Tat Abenteuerlich. Denn auch wenn die Ampel grün zeigt und Zebrastreifen den heißen Asphalt zieren, heißt das noch lange nicht, das Tuk-Tuk, Moped und Co. an der Startlinie stehen bleiben. Erst recht die links und rechts abbiegenden Fahrzeuge der Queerstr. schlängeln sich gerne zwischen den queerenden Fußgängern herum. Da werden die 8 Spuren einer Kreuzung gerne zu einem abenteuerlichen Hindernis-Parcours. Gleichzeitig muss jedoch gesagt werden, dass dieses für uns chaotisch wirkende System (ok, es ist auch objektiv chaotisch) von allen Verkehrsteilnehmer eine erhöhte Aufmerksamkeit verlangt, so dass es trotz sehr hohem Verkehrsaufkommen durchaus funktioniert, einfach auf die Straße zu treten. Alle bremsen ihre Fahrzeuge ein wenig ab, sodass wie in einer Fußgängerzone eine Kollision durch geschickt berechnete Geschwindigkeit und Kurs gerade so vermieden wird. Sauer wie in Deutschland ist nach so einem Ausbremsen niemand. Sie fahren dann ganz normal weiter, als wäre es das normalste der Welt. Nun ja. Ist es dort auch. Dadurch dass alle im Schnitt nur 30 fahren, entstehen verhältnismäßig selten Unfälle.

Gasse in Bangkok Straßenflair Bangkok Tiefe Schlaglöcher Wachmann Bangkok

Nach einem kurzen „Verläufer“ erreichten wir das Shopping Center. Das besondere war die „Sicherheitskontrolle“ am Eingang. Ein Uniformierter mitsamt Magnetdingsbumms wie am Flughafen soll Terroristen davon abhalten, das Shopping-Center in die Luft zu sprengen. Oder handelt es sich nur um eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme? Obwohl das Ding bei mir gepiept hat, sollte ich einfach weitergehen. Tja, ich sehe einfach nicht wie ein typischer Terrorist aus! Oder mein Rucksack erschien zu klein, um eine Bombe, die für das Center groß genug wäre, zu transportieren…

Taschenkontrolle im EinkaufszentrumDas Center selber ähnelte zunächst den deutschen Einkaufmeilen. Rolltreppen, allerlei Läden, Promotionen in den Gängen, Informationsterminals. Relativ schnell stellten sich aber auch Unterschiede dar. So waren in den oberen Etagen die Gänge erheblich schmaler als unten. Außerdem gab es wesentlich mehr Läden – so viele, dass diese zum Teil äußerst klein gestaltet werden mussten, um in das 6-geschossige Center zu passen. Da dabei irgendwann natürlich auch die Branchen ausgehen, wiederholen sich diese mehrfach. So gab es in der dritten Etage gefühlt 82 Läden (keine Übertreibung) –  der soll ich eher sagen 2-qm-Ecken – mit Handyzubehör. Als wir nach einer GoPro Ausschau hielten, um Preise vergleichen zu könnten, haben wir in bestimmt zehn Läden für Fotoausrüstungen nachfragen. Auffällig war auch, dass auch in den noch so kleinsten Läden stets 3 Angestellte ihren Dienst verrichteten. Oder soll ich besser sagen gelangweilt mit ihren Handys daddelten…?

Unterm Strich ist weder Maggi mit ihrem MakeUp (Etude House) noch ich mit der GoPro fündig geworden. Außerdem mussten wir zum Hotel zurück, da wir uns bereits um 18 Uhr mit der Gruppe die Vorbesprechung unserer 30-tägigen Südostasien-Tour trafen.

Tuktuk BangkokWohl wissend, dass sich in den Einkaufs-Zentren zahlungskräftige Touristen tummelten, tummelten sich auch vor den Einkaufszentren Baht-hungrige Tuk-Tuk-Fahrer, die keine Fahrt unter 150 Baht (knapp 4 Euro für den 2,5km entfernten Hotelweg unternehmen wollten). Da wir am Vorabend keine 55 Baht für eine wesentlich längere Fahrt in einem vernünftigen Taxi bezahlt haben, sah vor allem Maggi nicht ein, so viel für ein Tuk-Tuk zu zahlen. Kein Problem – der TukTuk-Fahrer findet zwei Minuten später naive, reiche Touristen und bekommt eben 2 Minuten später sein Geld. Wir jedoch wussten, dass wir nur 2 Minuten um den Block gehen mussten, fernab und in Gegenrichtung des Einkaufscenters würden wir schon bessere Preise erhalten. Anzuhalten brauchten wir kein TukTuk. Sobald Leute europäisch und/oder wie Touristen aussahen, wurden sie angesprochen: „TukTuk, Sir?“

Schon der erste TukTuk-Fahrer wollte sich die Fahrt nicht entgehen haben. Erst wollte er 100 Baht haben. Wir stiegen mit 30 in den Ring, näherten uns auf 50, er auf 60 Baht an. Er beharrte sehr auf den 60. Maggi war schon weitergegangen – ich hinterher. Nach dem dritten Mal, als er um zehn Meter weiterfahren musste um uns einzuholen gab er sich mit den 50 Baht für die 2 Kilometer zufrieden. Lieber so eine Fahrt als gar keine Fahrt und sich in die lange TukTuk-Schlange einzureihen. Außerdem lag unser Hotel direkt am Bahnhof – keine schlechte Stelle für mögliche Anschlussfahrten.

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So schafften wir es pünktlich zu unserem Meeting. Die Gruppe war mit 7 Teilnehmern (inkvlusive uns) verhältnismäßig klein. Nach etwa einer Stunde Einweisung ging es mit der Gruppe erneut in Richtung China-Town. Hier gab es weitere Skurrilitäten zu entdecken. So kam ich in den Genuss, einen Skorpion zu verspeisen, Führerscheine zu kaufen und das mit Verlaub Beste Green-Curry der Welt zu genießen! Darüber hinaus tranken wir unsere zweite Kokosnuss – sehr lecker und bekömmlich!

Da es am nächsten Morgen schon sehr früh raus gehen würde, ging es kurz vor Mitternacht schon zu Bett.

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