MB-ackpacker

Übernachten bei Einheimischen (27)

Dorf MekongSchon am Flussufer wurden wir von den neugierigen Kindern des Dorfes begrüßt, in dem wir die Nacht verbringen würden. Eine Besonderheit, westliche Touristen zu Gesicht zu bekommen, wird es für die Bewohner des Dorfes sicherlich nicht gewesen sein. Schließlich startet die Indichina-Tour jeden Tag, entsprechend tauchen täglich neue Gesichter bei den Einwohner des Dorfes auf, um die Nacht dort zu verbringen. Nach einer kleinen Führung nahmen wir unser Abendessen ein. Viele Bewohner begrüßten uns freundlich und nahmen es gelassen, dass von ihnen Fotos gemacht werden. Trotz der rudimentären Bauweise vieler Hütten, die häufig von Ziegen, Hühnern oder Rindern umsäumt wurden, gab es Strom und sogar Satellitenschüsseln – ohne Zweifel der ermöglicht durch den täglichen Zustrom westlicher Touristen. Nur der Zugang zu fließendem Wasser war lediglich durch eine Wasserpumpe gewährleistet. Ohne Zweifel Regenwasser oder in Trockenzeiten Wasser aus dem nahegelegenen Mekong-Fluss. Dort war auch die zentrale Dusche des Dorfes. Uns wurde erzählt, dass die Einwohner hauptsächlich vom Reisanbau leben. Dazu müssen sie weite Wege bergauf in Kauf nehmen. Der Fluss hatte sich über die Jahrtausende in ein tiefes Tal gegraben und die Reisfelder befanden sich in den Hochebenen. Nach dem Essen konnten wir unterhalb des Vordaches beobachten, wie ein Gecko ein riesiges Insekt verspeiste. Ich lief es mir nicht nehmen, noch einmal zum Boot zurück zu gehen und ein Bad im Mekong-River zu nehmen, zumal ich ein Ladegerät für die Handys holen sollte, Strom gab es ja im Ort. Der Schiffsführer wusch sich derweil im Wasser und gab mit seine Seife, sodass meine Körperpflege für den Tag auch gleich als erledigt angesehen werden konnte. Ich hatte nur die Befürchtung, mir könnte seine glitschige Seife aus der Hand flutschen und auf nimmer wiedersehen im Fluss verschwinden und fortan nur noch für die Reinigung der Fische nützlich sein – zum Glück traf dieses Ereignis nicht ein.

Mekong River Kind im Dorf Weißer Tempel Weißer Tempel

Da es am Tag darauf bereits um 5 Uhr losgehen sollte und die Hähne bereits um halb vier in der Nacht zu krähen begannen und da in diesem Dorf bei Dunkelheit sowieso nicht viele Beschäftigungsmöglichkeiten gab, ging es kurz darauf (zwischen 8 Uhr und 9 Uhr) zu Bett. Zu Maggis  Leidwesen gab es eine strenge Geschlechtertrennung für unverheiratete Paare und so schlief ich mit Ken in einer anderen Hütte. Ferner war es nicht erlaubt mit Schuhen in die Häuser zu gehen. Das Schlafgemach war sehr spartanisch eingerichtet. Räumlich halb getrennt war der Raum der Gastfamilie, die aber außer ein höfliches Lächeln im Grunde kaum Interesse an einem bekundeten. Die Toilette, nun ja, es gab die Möglichkeit, seine Geschäfte dort zu verrichten. Zum Glück waren die Betten mit Moskitonetzen überspannt. Trotz der tropischen Nacht schlief ich ganz gut, sie war nur ziemlich schnell vorüber…

Nach genauester Analyse unserer sieben Sachen und dem Frischmachen an der zentralen Dorfpumpe suchten wir uns bei völliger Dunkelheit den Weg zurück zum Boot, um unseren Weg gen Thailand fortzusetzen.

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