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Tag 26: Luang Prabang – Die Oase im Nirgendwo

Dorf Mekong Von der Achterbahnfahrt am Vortag hatte ich mich kaum erholt, da hieß es auch schon „auf zum nächsten Abenteuer!“ Gottseidank handelte es sich um ein Tuktuk, welches nicht ganz so große Beschleunigungs- und Bremskräfte entwickeln konnte wie der Toyota-Van auf der Hinfahrt. Somit überlebte ich diese halbstündige Fahrt zur den Wasserfällen völlig unbeschadet J. Meine Strapazen des Vortages sollten an diesem Ort mehr als revidiert sein! Es ist mit Abstand eines der schönsten Orte, die ich bis dahin gesehen habe und sicherlich noch sehen werde!

Es handelte sich um die Kouangxi-Wasserfälle. Das besondere war, dass es zahleiche Ebenen gab, in denen das Wasser sich vielen kleinen Teichen staute. Viele dieser Teiche waren – wahrscheinlich wegen des Kalkgehaltes des Gesteins, azurblau. Umsäumt wurde das Ganze vom tropischen Regenwald, von denen viele Bäume auch im Wasser standen. Viele Äste und Zweige ragten wie Lianen ins Wasser hinunter, welches dies idyllische Bild mit dem Plätschern des Wassers komplettierte. Ich behaupte, dass es mitunter die schönsten Wasserfälle der Welt sind!

Schwimmen und Baden war natürlich erlaubt, in einem „Becken“ gab es sogar eine Möglichkeit, drei Meter von einem schräg zum Wasser hin stehenden Baum ins kühle Nass zu springen. Zwischen Eingangsportal und der ersten Wasserstelle gab es ein kleines Reservoir, die Bären aus ehemaliger Gefangenschaft betreut. In der Zooartig angelegten Anlage ließen sich die Tiere aus nächster Nähe bewundern. Neben Spenden konnte mit dem Kauf von Merchandising-Artikeln zum Schutz beigetragen werde.

Ein paar Ebenen weiter höher gab es in unmittelbarer Nähe eines kleinen Restaurants den Big Mac der Wasserfälle – etwa 30 – 50 Meter fielen in drei Stufen die Wasser nach unten. Es gab auch die Möglichkeit, einen Pfad direkt neben den Fällen nach oben zu bewandern, um sich das Ganze mal von oben aus anzuschauen. Ich nutzte diese Gelegenheit prompt, nicht um zuletzt auch eine kleine Höhle in unmittelbarer Nähe zu besichtigen. Da ich aber so fasziniert von der Schönheit der Wasserfälle gewesen bin, blieb nicht mehr genug Zeit dafür. Außerdem schien die Höhle doch weiter weg als gedacht gewesen zu sein. Daher machte ich schließlich kehrt und ging einen zweiten, alternativen Pfad hinunter. Dieser war weiter, da er nicht so steil wie der erste Pfad gewesen ist. Dafür gab es interessante Wegstrecken, unter anderem verschmolz eine kleine Steintreppe mit einem Teil des Wasserfalls, so dass man beim Waten durch dieses Wasser Teil dessen werden konnte – quasi mittendrin statt nur dabei.

Schließlich erreichte zu wieder die Basis des großen Wasserfalls, wo in unmittelbarer Nähe im klienen Restaurant  schon Maggi und der Rest der Truppe wartete. Gut, dass ich nichts zu essen bestellt habe, da im Reis als Fleischeinlage und Proteinzuschub ein paar Ameisen mitserviert wurden… Die Drinks waren aber lecker und wie es schien hundertprozentig tierfrei!

Mekong River Idylle Schwimmen! Weißer Tempel

Zurück an den kleinen Teichen ging es schließlich wieder zum Parkplatz, wo das Tuktuk schon auf uns wartete und uns zurück ins Hotel brachte.

Den Abend verbrachten wir mit der Besichtigung Luang Prabangs, dem Markt und einigen Tempelanlagen. Kurios war ein junger Mann, der die ganze Zeit auf nur einem Bein über den Marktplatz hüpfte. Irgendwann kam man halt ins Gespräch – es war ein Deutscher, der mit ein paar anderen Deutschen, die er in Bangkok kennen gelernt hatte, durch Südostasien reiste. Er wäre zuvor mit seinen Kumpels irgendwo in Laos auf Mopeds durch die Gegend geheizt. Plötzlich habe sein Kumpel vor ihm gebremst, was ihn auch dazu veranlasste zu bremsen. Wie viele unerfahrene Fahrer (ist mir bei der Fahrschule auch passiert) bremste er zu stark, rutschte auf dem Sand auf der Straße weg und verletzte sich schwer am Fuß. Womöglich nur mit der Vorderradbremse. Er habe laut eigener Aussage ein Pflaumengroßes Loch im Fuß. Nunja, sie waren zwar im Krankenhaus, aber die laotischen Zustände… Jedenfalls riskiert er lieber eine Blutvergiftung oder gar den Verlust des Fußes als den SO-Asien-Urlaub abzubrechen. Naja, jung und dumm eben… Aber ich wäre sicher genauso gewesen…

Fotogalerien

Kouangxi-Wasserfälle I

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Kouangxi-Wasserfälle II

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Kouangxi-Wasserfälle III

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