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Tag 24: Vang Vieng – traumhafte Landschaften, wässrige Höhlen, reißender Bäche, große Spinnen

Dorf Mekong Wo imposante Bergketten, idyllische Wasserläufe  und weite, flache Landstriche aufeinandertreffen, dort liegt das verschlafene Städtchen Vang Vieng. Unser Hotel lag im Schatten einer imposanten, kargen Felswand, dazwischen ein ruhiger Fluss und buschige Vegetation. Nach einem kleinen Rundgang durch den Ort ließen wir uns für den Abend in einem zwar touristischen, aber dennoch recht traditionellen Restaurant direkt am Flussufer nieder. Das besondere war, dass es keine Stühle gab, sondern erhöhte Sitzecken mit Tischen….

Am nächsten Tag wurden wir ein paar Kilometer Flussaufwärts gefahren. Hier ging es zunächst ein paar Hundert Meter zu Fuß durch abwechslungsreiche Vegetation und landwirtschaftliche Nutzflächen. Unter anderem habe ich zum ersten Mal eine Ananas-Plantage gesehen. Der Großteil der Frucht wächst unterirdisch, nur der obere grüne Teil, den man für gewöhnlich wegschneidet ragt heraus.

An einem Wasserlauf, an dem einige offene Holzhäuser standen, war das erste Zwischenziel des Tages. Aus einer kleinen Höhle floss Wasser in einen kleinen Teich, dessen Wasser wiederum durch einen kleinen Wasserfall weiter zum großen Fluss floss. Die Idylle wurde einzig getrübt von den circa 80 anderen Touristen, die sich heute eine kleine Fahrt in großen Gummischwimmringen nicht entgehen lassen wollten.

Baden im Fluss Vang Vieng Stadt Schülerin mit Sonnenschirm Tempel

Nach einer kleinen Sicherheitseinweisung ging es in den etwa Knietiefen Teich, in denen schon die zahlreichen roten und blauen Schwimmreifen trieben. Über eine Leine konnte man sich nun der Reihe nach in die Höhle auf dem Bach treiben hineinziehen. Und die Höhle wurde immer dunkler und dunkler. Eine beklemmende Atmosphäre gab es dennoch nicht, die Stimmen der massenhaften Teilnehmer übertünchten einfach das möglicherweise beängstigende Gefühl, in einer engen, länglichen, dunklen Höhle zu sein, durch die knietief Wasser fließt. Nach etwa einhundert Metern und 20 Minuten, war hatte der Spaß seine Halbzeit erreicht. Dann hieß es nämlich „umkehren“. Es ging zwar noch weiter in die Höhle hinein, viel Änderung außer schwarzes Dunkel war aber nicht mehr zu erwarten. Im Grunde eine tolle Erfahrung, jedoch leider mit zu vielen Teilnehmern auf einmal behaftet, die ein wenig den Effekt trüben.

Wieder draußen im knietiefen Tümpel wollten wir erstmals Unterwasseraufnahmen der GoPro machen. Dabei brachte ich in Erfahrung, dass es Fische gibt, die gerne alte Wunden wieder aufreißen und am Schorf knabbern. Ein merkwürdiges Gefühl, wenn du nicht wirklich sehen kannst, was und vor allem wann es wieder zwicken wird. Einzige Abhilfe – Bewegung, der Fisch knabberte nur bei längerer Bewegungslosigkeit. Neben dem Teich gab es eine trockene Ebene, die nur bei Regenzeit und einem deutlich höheren Wasserstand geflutet wird. Darauf befand sich ein aus kopfgroßen Steinen gebildetes Herz, welches natürlich für Fotos von Freunden und Liebespaaren für ein Fotomotiv genutzt wurde. Eines davon waren Maggi und ich…

In mitten eines Herzens aus Stein(en) Mit Schwimmreifen durch die Höhle Kanutour Pause am Fluss

Anschließend gab es ein nicht minder leckeres Mittagessen, Reis und Brot, wahlreise mit Fisch oder Hühnchen. Danach ging es wieder zurück durch die abwechslungsreiche Vegetation (Wald, Busch, Feld, Kanal), vorbei an der Ananasplanktage bis zu einer kleinen Tempelanlage. Ken, unser Guide ließ es sich nicht nehmen, Maggi mit einer Tellergroßen Spinne zu erschrecken, die in ihrem Netz an einem Holztorbogen auf Beute wartete. Der Körper war sehr klein, gerade einmal Erbsengroß, aber die Beine, von denen zwei Beinpaare nach vorne und zwei nach hinten ragten, waren bestimmt zehn Zentimeter lang. Für mich sah es eher wie ein harmloses Insekt, als eine Spinne aus. Jedenfalls bat Ken Maggi unter dem Torbogen zu warten und nach oben zu schauen… Naja, nach einem Schrei, der bis Vientiane zu hören gewesen sein muss, brauchte ich einige Minuten, um sie davon zu überzeugen, dass ich nichts von Kens Vorhaben ahnte, auch wenn ich direkt daneben stand. Ich dachte er wollte sie ablenken und durchschleusen… Auch wenn eine der Guides die Spinne vom Torbogen entfernte, wollte Maggi dort nicht mehr durchgehen und ging lieber einen Umweg von 5 Metern um die Hecke herum…

Nach der gemeinen Spinnenattacke fuhren wir ein paar Kilometer in Richtung Vang Vieng zurück. Von hieraus sollten wir mit dem Kanu den restlichen Weg nach Vang Vieng zurcklegen. Bis auf ein paar Stromschnellen, gelegentlichen kurzen spontanen Wettbewerben und Nachspritzaktionen war die 2-3stündige Kanufahrt eher gediegen mit tollen Ausblicken auf die Felsen und Bergketten jenseits des rechten Flussufers. Unterbrochen wurde die Fahrt von einer halbstündigen Pause an einem Café am linken Flussufer, bei denen wir Leute trafen, die wir am Abend im selben Restaurant vom Vorabend wiedertrafen.

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