MB-ackpacker

Tag 21: Mausoleum Hanoi

Am zweiten Hanoi-Tag waren einige der britischen Mitreisenden nicht mehr am Start. Ob es da wohl einen Zusammenhang zur ausgiebigen Feierlaune am Vorabend gegeben hat? Ich denke, dasss ein die Behauptung eines Zusammenhangs beider Ereignisse reine Spekulation wäre 🙂 Den heutigen Tag wollte Maggi jedenfalls dafür nutzen, um ein paar seltene Make-up-Artikel im renomierten "Etude"-Haus zu erwerben. Denkste! Ausgerechnet heute muss dieser verflixte Reiseführer Ken eine fußläufige Tour durch das Zentrum machen! Unerhört ist sowas!!! Da fühlt man sich glatt wie eine Gefangene, was eine tolle Überleitung zur ersten Station dieser Tour darstellt – ein Gefängnis! Kein einfaches Gefängnis, ws handelt sich um das Berühmte "Maison Centrale" oder besser bekannt als Hanoi Hilton. Es wurde 1904 vom damaligen Kolonialherren Frankreich erbaut, um vietnamesische Kriegsgefangene zu inhaftieren. Während des Vietnamkrieges indes nutzten es die Nordvietnamesen für Amerikanische Kriegsgefangene, welche der Einrichtung in Anlehnung an die berühmte amerikanische Hotelgruppe den ironischen Namen Hanoi Hilton einführten. Ein gleichnamiger Machte den Namen schließlich unvergesslich. Im Grunde unterschied sich das Museum nicht viel von anderen Museen. In den ersten Räumen stellten Puppen die Situation der Gefangenen dar, indem sie an einem Bein angekettet dicht an dicht in einem großen Raum ihre Zeit absaßen. Es folgten dunkle Einzelzellen sowie später Räume mit zahlreichen Bildern und Zeitungsartikeln aus dem Vietnamkrieg. Skurril war der Eindruck eines direkt neben dem Gefängnishof emporragenden Wolkenkratzers.

Anschließend ging es typisch für die buddhistische Kultur zu zahlreichen Tempelanlagen. Eine war der relativ eindrucksvolle Temple of Literature, an dessen Hauptportal Absolventen einer Abschlussklasse ihr erworbenes Diplom feierten. Filmreif flogen für die Fotoapparate die Talarhute in den Himmel. Neben eindrucksvollen goldenen Buddastatuen konnte die Anlage mit kleinen Wasserspielen, Bonsaibäumen sowie mit zahlreichen kleineren Parkanlagen überzeugen. Ich würde gerne noch mehr Worte über das eindrucksvolle Zeugnis buddhistischer Baukunst niederschreiben, doch Maggi muss dringend zum Etude-Haus! Die Tour war beendet und Ken ins Hotel abgezischt, um Candy Crush weiterzuzocken!

Glücklicherweise befand sich das besagte Haus – der Wallfahrtsort aller Make-Up-Verehrer – in dieser Millionenmetropole keine 5 Gehminuten entfernt!  Es gab noch einen weiteren Laden, aber ich bestand darauf, erst zum Mausoleum von Ho Chi Minh zu gehen. Dieses war aber gegenwärtige für Besucher nicht zugänglich, sodass wir in unmittelbarer Nähe unseren Proviant an ein einem See verzehrten. Bald darauf begann es zu dämmern und wir fuhren mit dem Taxi zu Maggis zweiter Filiale.

Hier bekam sie endlich das, was sie gern haben wollte. Anschließend ging es abermals in die volle Straße, dieses Mal jedoch ein wenig ruhiger als noch am Abend zuvor. Sicherlich war die Stimmung auch ein wenig gedrückt, da sich nun 5 Mitglieder von unserer Reisegruppe verabschiedeten. Jemma und Melcome verblieben noch einige Tage in einem Ferienhaus im Regenwald, bevor sie weiter nach Neuseeland in ihre neue Heimat reisten – Boris flog nach China um sein Sabbatical dort fortzusetzen, Daniel zu den Philippinen, Curt zurück nach England. Doch wir konnten die Kanadierin ??? in unsere Gruppe aufnehmen. So waren wir für die Laos-Etappe nur noch zu fünft.

 

 

Fotogalerien

Hanoi 3

Galerie "Wölkenpass" starten

Hanoi 4

Galerie "Wölkenpass" starten

Hanoi 5

Galerie "Wölkenpass" starten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.