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Tag 17: Der Wolkenpass

Strand vom Wolkenpass aus gesehenAusnahmsweise ging es mal nicht mit dem Nachtzug in den nächsten Ort, sondern am Tage mit einem Zwölfsitzer über atemberaubende Landschaften ins 135 km entfernte Hue. Vorbei an Da Nang – einer wichtigen Industriestadt – näherten wir uns einem bedeutenden Gebirgspass, dem Hai-Van-Pass oder auch Wolkenpass. Er bildet die natürliche Grenze zwischen Nord und Südvietnam, ist 496m hoch und bietet bei guter Sicht einen Panoramablick über das Südchinesiche Meer. Doch meistens ist der Pass, der meteologisch auch eine Wetterscheide darstellt, von Wolken umhüllt (Wolkenpass), so auch bei unserem Besuch. Dennoch konnte uns trotz Wolken/Nebel um uns herum ein verhältnismäßig weiter Blick landein- und meerwärts unsere Pause versüßen. Die zahlreichen Brautpaare ließen vermuten, dass dieser Ort regelmäßig für entsprechende Fotomotive aufgesucht wird. Schon der Weg hinauf war eine Attraktion für sich. Die Straße führte zunächst direkt am Strand entlang. Vom Meer nahmen wir gefühlt bis auf den gefahrenen Serpentinen kaum Abstand, wohl aber die Höhe und die damit verbundene Aussicht nahm stetig zu. So übertrafen sich von Minute zu Minute die zum Staunen veranlassenden Eindrücke und gaben immer bessere Blicke auf die Buchten preis. Historisch war der Pass die Grenze zwischen den Königreichen Champa und Die Viet und war in den Indochina-Kriegen aufgrund der strategisch günstigen Lage stets umkämpft. Die Reste der Bunkeranlagen sind noch heute zu besichtigen. Verkehrstechnische Entlastung bietet seit 2005 ein nahegelegener 6km langer Straßentunnel. Leicht getrübt wurde die Stimmung durch einen passierenden Laster, der in Erinnerung rief, dass in Südostasien neben Menschenrechten auch die Rechte der Tiere kaum oder gar nicht zugegen waren. Bis auf den letzten Quadratzentimeter waren abgemagerte Gänse auf der Ladefläche in mehreren Etagen zusammengefercht und haschten nach Luft. Welpen dienten auf dem Parkplatz, der von zahlreichen Gemüse-und Souvenirständen umsäumt war, als Touristenfänge. Machten Touristen ein Foto von ihnen, drängten die Besitzer indirekt darauf nun fairerweise auch etwas von ihren Waren kaufen zu müssen, was ich selbstverständlich prompt und kackendreist ablehnte. Für das Motiv jedoch bedankte ich mich von Herzen 😛

Maggi vor der Raststätte Basti vor der Bergstraße Brautpaare nutzen die Kulisse für ihre Portraits Tierquälerei hautnah

 

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