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Tag 9: Bamboo Island

Der StrandHeute zeigte sich Sihanoukville von seiner schönen Seite – durch die Bootstour zu den Inseln vor der Küste!
Der erste Stopp lud zum Schnorcheln ein. Die Fahrt dorthin war jedoch geprägt von einer interessanten Begegnung mit einem fliegenden Fisch (von dem es durch die kurze Zeit keine Fotos oder Videos gibt) sowie von einer Flitze-K…-Attacke… Ich war jedenfalls froh, mit meiner Schnorchelausrüstung vom Boot ins Wasser springen zu können und ein wenig abseits die Fische füttern zu können… 😛

Danach konnte ich mich in Frieden der Unterwasserwelt widmen. Neben einigen Fischen und ein paar nicht sonderlich farbenfrohen Korallen, waren es vor allem unwahrscheinlich viele Seeigel, die mit ihren Stacheln bedrohlich aus ihren Löcher und Spalten zwischen den einzelnen Felsen empor zu schauen schienen. Nach etwa 30 Minuten ging es weiter auf die Insel Bamboo Island – ein absoluter Traumort im Vergleich zum mit „Aufdringlibussen“ übervölkerten Sihanoukville. Es gab nur einige wenige Touristen, die allesamt auch mit einem Boot, wie wir es hatten, hergekommen waren. Eine Rentnertruppe machte Unterwassergymnastik, eine slowakische Männergruppe sang unter Gitarrenbegleitung Lieder aus ihrer Heimat. Wir haben uns ein Stück abseits unter ein paar Palmen niedergelassen und genossen die Ruhe, den weißen Strand und das annähernd türkisblaue Wasser. Einzig der Müll, der am oder im Wasser vereinzelnd herumlag störte die südliche Idylle. Die beiden Bootsfahrer hatten unterdessen das Mittag vorbereitet. Neben Reis, Brot und Gemüse hatte man die Wahl zwischen Geflügel und Fisch. Zudem kamen wir in den Genuß einer von uns mitgebrachten frischen Kokosnuss. Maggi wählte Hähnchen, ich den Fisch – denn Geflügel hatte ich zuhauf um mich herum staksen. Mehrere Hähne von einheimischen Inselbewohnern wussten ganz genau, wo sie ihre Bäuche füllen konnten – und so mussten circa ein halbes Dutzend der zukünftiger Hähnchenschenkel immer wieder verjagt werden, wenn man nicht wollte, dass sie vom Brot oder Obst naschten.

Basti Island Strandspiele Anker setzen

Nach wenigen Stunden war der schöne Ausflug auch schon wieder vorbei und es ging mit dem Boot zurück in die Stadt der Tausend Bettler. Zuvor jedoch gab es ein zweites Mal die Gelegenheit, die Unterwasserwelt mit Taucherbrille und Schnorchel zu bewundern. Diesmal konnte ich auch eine Krabbe beobachten, wie sie sich an einem Felsen seicht entlang bewegte und musste unweigerlich an ihren Kumpel denken, von dem ich mir am Abend zuvor beim BBQ ein Stück abschneiden konnte ;-P

Als wir die Stadt erreichten, war es später Nachmittag und die Händler am Strand tauschten einmal mehr ihr Sortiment von Sonnenbrillen BBQ, die Playlist – witzigerweise spielte eine Strandbar eine völlig andere Musik als ihr direkter Nachbar, dafür aber in gleicher Lautstärke, so dass sich auf dem gemütlichen Sessel am Strand ein völlig neuer in Feuerwerkskörper. Alles war genau wie am Abend zuvor. Die Bettler, die Verkäufer, die Raketen, das Musikstil zu etablieren schien! Leider entpuppte sich auch die Befürchtung, dass zumindest einige der kindlichen Verkäufer auch Profitaschendiebe zu sein scheinen. Denn als ich kurz aufstand, hing eine Schnalle von der Bauchtasche ein wenig herunter. Wie mir von Maggi und den anderen aus der Gruppe sofort berichtet wurde, griff das Kind, dass sich etwa zwei Meter hinter mir befand, mit einem Satz zu mir springend unmittelbar nach der Schnalle – es könnte ja locker genug sein, um sie mir zu entreißen. Ob von den Augen unserer Gruppe abgeschreckte oder von der Kenntnis, dass meine Bauchtasche festgeschnallt war, ließ der Junge genauso schnell von seinem Vorhaben wieder ab wie er begann. Ich hatte nicht einmal etwas davon mitbekommen. Gut, dass ich stets umsichtig bin, sonst wäre das eine oder andere sicher schon abhanden gekommen.

Strandhaus Wo ist Maggi Mittagsfisch Da ist Maggi

So verließen wir einen Tag später den Ort der zwei Gesichter – Idylle und Südseeflair auf der einen, Armut, Kriminalität und Vermüllung auf der anderen Seite. Gleichzeitig nahmen wir Abschied von Kambodscha, ein Land mit vielen kulturellen Schätzen, gleichzeitig auch einigen gesellschaftlichen Problemen.

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