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Tag 8: Sinoukville – zwischen Armut, Silvester und Paradies

SonnenbadKambodschas Südküste lädt mit seinen weißen Stränden zum Verweilen ein! Hier eine Kokosnuss schlürfen, da in die Wellen springen, Wertgegenstände können ohne Bedenken auf der Liege gelassen werden – falsch! Die Idylle wird getrübt von zahlreichen aufdringlichen Ramschverkäufern, die nach der Philosophie leben – beim Hundertsten Mal klappt’s und ich habe die wertlose Sonnenbrille oder das hässliche Armband an den genervten Touristen gebracht. Wenn dann auf 50 Metern Strand ungelogen 30 Verkäufer mit ihren Bauchläden rumlaufen, so wird sicherlich kein Ausspruch umsonst gewesen sein, wenn man blind alle zehn Sekunden immer wieder die Wort wiederholt: „No, thanks!“ Irgendwer von den 3 Leuten, die in dem Augenblick vor einem stehen wird sich schon angesprochen fühlen. Es war wirklich unglaublich! Von Entspannung keine Spur! Es ist keine Übertreibung, wenn ich sage, dass alle zehn bis 30 Sekunden ein Kind mit Armbändern, ein Invalide mit leerem Hut oder eine Frau mit dem Angebot einer Fußmassage vor einem stand. Entweder laaaange ignorieren oder dreimal ein klares Nein, erst dann ziehen sie zum nächsten, aber schon nach 15 Minuten kommen exakt dieselben Personen auf einen zugerannt, um exakt das selbe nochmal anzubieten. Die sind dermaßen abgestumpft. Ich kann mir kaum vorstellen, dass Armut jemanden dazu treibt, viel eher vermute ich eine Mafia oder Drückerkolonne. Spätestens am Abend, nachdem das Sortiment in Silvesterartikel, Himmelslaternen und Wunderkerzen gewechselt wurde und anhand der zahlreichen Hobbypyrotechniker, die sich am Strand so tummelten, wurde klar, wie viele „dumme“ Menschen es gibt, die diesen Kram tatsächlich abkaufen. Und die Sachen waren mit 1 – 10 Dollar nicht gerade günstig. Nach einem Abend dürfte der Clan der Armut entwachsen sein – und es findet jeden Abend statt. Dieser Ort und die Zustände dort sind einfach nur erbärmlich gewesen. Warnungen des Hotels, die Wertsachen nicht in den Zimmern zu lassen, den Rucksack auf dem Bauch zu tragen und nach 21 Uhr nur noch in Gruppen durch den Ort zu gehen, machten den Ort nicht unbedingt besser.

Strand Elend Seafood BBQ Gruppenbild

Doch nicht alles war schlecht. Sollten einen die Bauchladenverkäufer dann doch mal für 2 Minuten in Ruhe gelassen haben, beziehungsweise sollte man sich an die Zustände dann doch mal gewöhnt haben, so hatte der Ort doch ein ganz angenehmes Flair. Das Essen in einem der zahlreichen Strandbars war deliziös und vor allem das BBQ mitten am Strand mit Meeresfrüchten aller Art ließen einem das Paradies dann doch ein wenig greifbarer erscheinen.

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Sihanoukville Strand

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