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Phnom Penh – Zwischen Chaos und Idylle (7)

Einmal mehr waren es mehr der chaotische Straßenverkehr und die skurrilen Bilder einer vierköpfigen Familie auf einem Moped sowie die abenteuerliche Befestigungsmethoden von Stückgütern, auf die die Augen und Objektive der Fotoapparate gerichtet waren, als auf die eigentlichen Sehenswürdigkeiten. Außer dem Palast, einigen Buddhastatuen sowie einer riesigen Uhr auf einem kleinen Hügel gab es auch nicht viel zu sehen.

Unabhängigkeitsdenkmal Alles in Balance Denkmal von König Norodom Sihanouk kambodschanisches Schach

Die anschließende Hafenrundfahrt konnte konträrer kaum sein. Statt Chaos, Gestank und Hektik passten hier Eigenschaften wie Romantik, Ruhe und Gediegenheit. Lustig war auch, dass das Schiff, dass alle 30 Minuten ablegt (zwei Schiffe, da die Rundfahrt eine Stunde dauert) bestimmt fünf Mal nach kurzem Ablegen wieder anlegte, da weitere Fahrgäste wild winkend auf den Steg gerannt kamen. In Deutschland wären sie sicher mit einer trockenen Geste und den Worten  „Nehmen Sie das nächste Schiff“ vertröstet worden. Es gab keine Durchsagen über wissenswerte Begebenheiten, es gab auch keine Sauf-Chanty-Musik, stattdessen gab es zur Abendstimmung passende Mood-Musik-Untermahlung, die das Gemüt kaum angenehmer erregen konnte. Vom Wasser des Flusses aus, der an dieser Stelle extrem breit war, da der Fluss Tonle Sap in den Mekong mündete, war die Hauptstadt zwar permanent zu sehen, den Gestank und die Hektik allerdings ließen sich vor allem vor dem Hintergrund eines Sonnenunterganges nicht mal erahnen. Einziger Wehrmutstropfen waren die zahlreichen Schiffe (wahrscheinlich Baggerschiffe), von denen mehr als einmal leere Flaschen und anderer Müll einfach ins Wasser geworfen wurden. Leider ist Umweltschutz in diesen Gefilden (noch?) kein Thema, mit dem sich die Menschen großartig auseinander gesetzt haben. Die Bootstour ging bis ans andere Ufer, wo ein mehr als romantisches Fischerdorf lag. Kleine Holzhäuschen gaben Einblick in das einfache Leben der Fischer. Wäscheleinen, spielende Kinder, reges Trieben auf den kleinen Fischerbötchen. Das Ganze mit der bereits erwähnten harmonischen Musik komplettierte das nahezu perfekte Ensemble. Die Bootsfahrt hat mich mehr als positiv überrascht. Beinahe schon frustrierend, wieder in das hektische Leben der Großstadt zurückzukehren. Maggi hatte in dieser Zeit einer Fußmassage genossen…

Hafenrundfahrt Hafenrundfahrt Hafenrundfahrt Fischer

Nach dem Abendessen – diesmal in einer kleinen Straßenküche, wo ich eine Hühnchensuppe (Kommentar Maggi: „heißt es nicht Hühnersuppe? ah ne, das war keine Hühnersuppe. Es war eher eine scharfe Suppe mit verschiedenen Kräutern, zu der du Huhn genommen hattest“) verspeiste,  ließen wir den Tag wieder auf dem unnachahmlichen Hoteldach ausklingen. Diesmal mit purem Wodka, um Keime aus der Straßenküche, die wir möglicherweise erhalten haben, abzutöten . Uns wurde zumindest nicht schlecht, daher scheint diese Maßnahme vielleicht geholfen zu haben – obgleich wir die Tage danach Schei…rei hatten. 

Nachts Pnom Penh Tante Emma Laden vor dem Hotel Straßenküche Straßenküche

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